Autos machen Lärm, sie verschmutzen die Luft und sie tragen ihren Anteil zum Klimawandel bei. Trotzdem sind viele Menschen in Stadt und Landkreis Coburg aufs Autofahren angewiesen. Noch. Die Grüne Jugend Coburg hat andere, grünere Vorstellungen vom Verkehr in und um Coburg. Dabei geht es im Wesentlichen um zwei Dinge: Radfahren und ÖPNV.

Jule Köhn, Beisitzerin, macht es vor: Die Schülerin fährt fast jede Strecke mit dem Rad, und das bei fast jedem Wetter. „Radfahren ist ökologisch, macht Spaß und hält dich fit“. Coburger Radfahrer*Innen sind immer wieder gefährlichen Situationen ausgesetzt, wenn Radwege plötzlich enden – oder überhaupt nicht vorhanden sind. Die Grüne Jugend Coburg fordert einen konsequenten Ausbau des Radwegenetzes in Stadt und Landkreis. Viele Radfahrer*Innen wünschen sich mehr Sicherheit auf den Fahrradwegen: Auch in der Veste-Stadt starten immer wieder Radfahrer*Innen eine kleine, aber feine „Critical Mass“, um auf das Thema Radfahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen.

Wer nicht mit dem Rad fahren will oder kann, soll auf ein gut ausgebautes Bus- und Bahnnetz zurückgreifen können. Dazu stellt die Grüne Jugend Coburg Forderungen an die Stadt und den Landkreis: Innerstädtisch muss ein 15-Minuten-Takt eingeführt werden, auf dem Land müssen stündlich Busse fahren. Und zwar von morgens bis abends. Es ist die Aufgabe der Stadt und des Landkreises, die Mobilität der Bürger*Innen sicherzustellen.

Nach Vorstellung der Coburger Grünen Jugend sollte Bus und Zug fahren in Stadt und Landkreis komplett kostenlos sein. Das hat für Kevin Klüglein, Vorstandssprecher Grüne Jugend Coburg, vor allem soziale Gründe: „Mobilität im eigenen Landkreis darf keine Frage des Geldbeutels sein. Wir müssen uns entscheiden: Geben wir unser Geld für eine Tiefgarage aus oder für kostenlose Busse und Bahnen? Die Tiefgarage nützt nur denen, die sich ein Auto leisten können. Ein kostenloses Bus- und Bahn-System nützt uns allen.“

Apropos Tiefgarage: Bei über 2000 Parkplätzen in der Innenstadt steht Coburg im Vergleich zu anderen Städten sehr gut da. Beispiel Bamberg: Die 75.000-Einwohner-Stadt kommt auch nur auf gut 2000 Parkplätze rund um die historische Altstadt. Die Grüne Jugend Coburg spricht sich klar gegen den Neubau von Parkplätzen in der Stadt Coburg aus. Als Maßnahme gegen unnötigen Parksuchverkehr fordert sie, dass alle Kurzzeitparkplätze in den Straßen der Innenstadt komplett zu Parkplätzen für Anwohner*Innen umgewandelt werden. Theresa Scholz, Vorstandssprecherin Grüne Jugend Coburg: „Wir wollen die Stadt vom Menschen her denken, nicht vom Auto her. Wir wollen Parks, keine Parkplätze!“